Alte Cottonmaschinen von Boehringer oder Kalio

Die Firma L’Arsoie Cervin sucht nach alten Cottonmaschinen von Boehringer oder Kalio (KKL), mit denen man die echte Fully Fashioned Nylonstrümpfe herstellen konnte.

Boehringer

Boehringer

Cottonmaschine der Augsburger Maschinenbaufirma Boehringer, um 1952.
Erst nachdem eine eigene westdeutsche Cottonmaschinenherstellung gewährleistet

war, konnten Damenfeinstrümpfe in ausreichender Menge produziert werden.
 
Paradebeispiel für die Ungleichverteilung auf dem Textilmaschinensektor sowie für die Nachkriegs-Engpässe im Westen ist die Cottonmaschine. Benannt nach ihrem Erfinder, dem Engländer W. Cotton (Patente von 1860 – 1868), handelte es sich bei dieser Maschine um einen mechanischen Flachwirkstuhl zur Herstellung von Strumpf-, Trikot- und „Phantasiewaren“, d. h. jaquardgemusterter Wirkwaren  im Großbetrieb. Für den Aufbau der im Westen vor 1945 nicht vorhandenen Feinstrumpfindustrie (Damenstrümpfe mit Naht) war diese Maschine unbedingt notwendig. Die sächsischen Betriebe, die in Deutschland bislang als einzige solche Maschinen liefern konnten (u. a. Schubert & Salzer, Chemnitz), waren zerstört oder demontiert. So versuchte man unter anderem in Bayern, „auf Grund von Angaben früherer Besitzer von Cottonmaschinen einen neuen Typ zu entwickeln“. 1947 glaubte man noch, dass es zwei Jahre dauern werde, „bis die Maschine fertig sei“. Im September 1948 wurde jedoch gemeldet, dass es der Firma Gebr. Boehringer in Göppingen nach Überwindung der erheblichen Material- und Konstruktionsschwierigkeiten gelungen sei, zwei Maschinen dieses Typs fertig zu stellen. Bestimmt waren diese „ersten westdeutschen Cottonmaschinen“ für die Süddeutsche Wirkerei und Strickerei, „die aus Oberlungwitz nach Augsburg gekommene frühere Firma Louis Bahner (Elbeo-Strümpfe)“. Jede Maschine bestand, wie stolz verkündet wurde, aus 120.000 Einzelteilen. Nach diesem Durchbruch gab es Vorbestellungen für viele Jahre. Tatsächlich geliefert wurden die beiden Maschinen Mitte 1949 dann an das neue Elbeo-Werk in Mannheim, wo der „deutsche Perlonstrumpf“, der dem amerikanischen Nylonstrumpf „mindestens gleichwertig“ sei, hergestellt werden sollte.
Kontakt: info@cervinfrance.fr
 

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